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Intakte Titelchancen trotz Fahrfehler für Griebel

Marijan Griebel (27, Hahnweiler) hat die erste Chance, den Titel in der Junioren Rallye Europameisterschaft unter Dach und Fach zu bringen, verpasst. Gemeinsam mit seinem Beifahrer Pirmin Winklhofer (21, Pocking) sah er das Ziel der ersten Etappe bei der „Barum Czech Rally“ in Zlin nicht. In der fünften Wertungsprüfung touchierte der zu diesem Zeitpunkt auf Rang zwei liegende Pfälzer beim Kurvenschneiden einen einbetonierten Begrenzungspfosten, wobei die Lenkung beschädigt wurde. Der Versuch, den ADAM R2 noch zurück in den Service zu bringen, war leider nicht von Erfolg gekrönt. Der erste Tag war für den Opel-Werkspiloten daher vorzeitig beendet und ein vorzeitiger Titelgewinn, für den ein Sieg in Tschechien nötig gewesen wäre, nicht mehr möglich.

 

Gemäß Rally-2-Reglement konnten Griebel/Winklhofer – wenngleich mit großem Zeitrückstand – zur zweiten Etappe wieder starten. Und dort zeigten die deutschen Opel-Asse ihr ganzes Potenzial auf, holten fünf der sechs möglichen WP-Bestzeiten, gewannen souverän die zweite Etappe und kamen letztlich noch als Fünfte der Junior-EM-Wertung ins Ziel. Weil für die Endwertung der Junioren Europameisterschaft nur die vier besten der sechs Einzelergebnisse herangezogen werden, kann Griebel mit einem Sieg beim Saisonfinale vom 16. bis 18. September in Lettland ebenso noch aus eigener Kraft Junior-Europameister werden wie sein englischer Stallgefährte und Barum-Gewinner Chris Ingram.

 

Und das ist auch genau der Plan des Förderpiloten der ADAC Stiftung Sport.

Griebel: „Der kleine Fehler hier in Tschechien hat leider große Auswirkungen gehabt. Am zweiten Tag konnten wir dann aber zum wiederholten Male zeigen, dass wir auf Asphalt in unserer R2-Kategorie absolut siegfähig sind. Nun wollen wir uns umso sorgfältiger auf den großen Showdown vorbereiten.“

 

Auf den Azoren und in Estland hat Griebel dieses Jahr mit starken Leistungen bereits beweisen können, dass er mittlerweile auch auf Schotter voll konkurrenzfähig ist und zu den besten Nachwuchsfahrern Europas gehört.

 

Und immerhin muss sich der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport beim Finale keinen Kopf wegen der Taktik zu machen. Die Devise dort lautet: volle Attacke!

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