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Dramatik pur im ADAC OPEL Rallye Cup

Die 50. Auflage der ADAC 3-Städte Rallye rund um Kirchham in Ostbayern bot einen würdigen Rahmen zum achten und finalen Lauf des ADAC OPEL Rallye Cups. Die Veranstaltung führte über insgesamt zehn Wertungsprüfungen über rund 110 Kilometer, welche zum dritten Mal in dieser Saison über mehrere Tage verteilt waren. So mussten die Piloten auf ihren identischen OPEL Adams auch in der Dunkelheit am Freitagabend bereits zwei Wertungsprüfungen absolvieren. Die bereits seit der sechsten Saisonstation feststehenden Junioren-Meister Marijan Griebel (24,Hahnweiler) mit seinem Co-Piloten Alex Rath (29, Trier) reisten noch mit intakten Chancen auf den Gesamtsieg nach Kirchham. „Mit einem Sieg und den fünf Bonuszählern, welche an das Team mit den meisten Wertungsprüfungs-Bestzeiten vergeben werden, können wir aus eigener Kraft Meister werden“, erläutert Alex Rath die Situation vor dem alles entscheidenden Finale. Die Ausgangslage war also klar – Vollgas geben und gewinnen. Dementsprechend startete Griebel auch in die Veranstaltung. Nach dem Auftakt am Freitag lag er mit hauchdünnen 0,7 Sekunden vor dem Meisterschaftskonkurrenten Markus Fahrner (33,Winnenden) in Front. Am Folgetag entbrannte ein heißer Kampf auf Biegen und Brechen zwischen diesen beiden Piloten und dem 23-jährigen Lokalmatadoren Christian Allkofer. Die Führung wechselte mehrfach, alle drei Teams lagen permanent innerhalb von weniger als fünf Sekunden. Eine Vorentscheidung für die Rallye fiel auf der achten von zehn Wertungsprüfungen. Hier verloren Fahrner wie auch Allkofer rund eine Minute auf Griebel. Der Sieg bei der 3-Städte Rallye war also bereits zum Greifen nahe. Da Fahrner aber weiterhin auf Rang zwei lag, musste Griebel zwingend auch die Bonuszähler erringen, um Meister zu werden. Vor der insgesamt 91. und somit allerletzten Wertungsprüfung der Saison stand somit fest – wer diese gewinnt, ist ADAC OPEL Rallye Cup Sieger 2013. Griebel musste vorlegen und meisterte die Aufgabe mit Bravour. Absolut fehlerfrei „flog“ er über die gut fünfzehn Kilometer, doch es sollte nicht reichen. Routinier Fahrner war um eine einzige Sekunde schneller und gewinnt somit den Titel. Griebel, der in sämtlichen acht Saisonrallyes auf dem Podest gestanden hatte, brauchte im Ziel eine Weile, die Fassung wieder zu gewinnen: „Ich habe immer gesagt, dass unser Hauptziel mit dem Gewinn der Junior-Wertung des ADAC Opel Rallye Cups schon nach der Ostsee-Rallye erreicht war und alles Weitere nur Draufgabe wäre. Diese Aussage gilt immer noch. Aber natürlich sind wir im Moment riesig enttäuscht. Wir haben heute alles richtig gemacht. Wenn dann am Ende eine einzige Sekunde fehlt, ist das einfach bitter.“ Einen riesigen Grund zur Freude hatte Griebel an diesem Tag dennoch. Im Nachgang zur Siegerehrung wurde bekanntgegeben, dass er den heiß begehrten Platz als Förderpilot von OPEL und dem ADAC in der Saison 2014 erhält und im kommenden Jahr im OPEL Adam R2 an nationalen wie auch internationalen Rallyes teilnehmen darf. Griebels Premiere mit dem neuen Auto findet bereits in knapp zwei Wochen statt, wo er zu Testzwecken mit dem neuen Auto an der Waldviertel-Rallye in Österreich teilnehmen darf.